Verfolgte Helden

Im Projekt „Verfolgte Helden“ setzen sich Jugendliche 2026 in Workshops mit den Lebensgeschichten von Fußballspielern, Trainern, Funktionären und Vereinsmitgliedern auseinander, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden.

Die Workshops finden in den Stadien der Profivereine statt. Im Mittelpunkt stehen Biografien aus dem jeweiligen Vereinsumfeld. Dadurch wird die Geschichte unmittelbar mit dem Verein, dem Stadion und der eigenen Stadt verbunden.

Projektbeschreibung

Viele Profivereine, Vereinsmuseen, Fanprojekte und Faninitiativen haben in den vergangenen Jahren die Geschichte ihrer Vereine während der NS-Zeit aufgearbeitet. Das Projekt knüpft an diese Arbeit an und macht sie für die historisch-politische Bildungsarbeit mit Jugendlichen nutzbar.

Die Teilnehmenden arbeiten mit historischen Quellen, Fotos, Zeitungsartikeln und weiteren Materialien. Sie rekonstruieren die Lebenswege einzelner Personen und setzen sich mit Fragen von Ausgrenzung, Verfolgung, Antisemitismus und Zivilcourage auseinander. Anschließend wird gemeinsam diskutiert, welche Bezüge sich zur Gegenwart herstellen lassen und wie Diskriminierung heute begegnet werden kann.

An jedem Lernort wird mit lokalen Partnern zusammengearbeitet – darunter Vereinsmuseen, Fanprojekte, Schulen und, wenn möglich, weitere Expertinnen und Experten der Erinnerungskultur. So entstehen Workshops, die die Geschichte des jeweiligen Vereins aufgreifen und zugleich den Blick auf aktuelle gesellschaftliche Fragen richten.

Zielsetzung

Mit „Verfolgte Helden“ entwickelt Lernort Stadion ein Workshopformat, das an den beteiligten Lernorten dauerhaft eingesetzt werden kann.

Das Projekt verfolgt folgende Ziele:

  • Jugendliche lernen die Geschichte des Nationalsozialismus anhand lokaler Biografien kennen.
  • Die Verbindung von Verein, Stadion und Stadt schafft einen konkreten Zugang zur Geschichte.
  • Historische Erfahrungen werden mit aktuellen Fragen von Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung verknüpft.
  • Die Workshops fördern die Auseinandersetzung mit demokratischen Werten und Zivilcourage.
  • Die Zusammenarbeit mit Vereinen, Vereinsmuseen und Fanprojekten stärkt die lokale Erinnerungskultur.

Ablauf und Struktur

Einstieg – Fußball & Erinnerung: Emotionale Zugänge, Raum des Stadions wird aktiv genutzt.

NS-Zeit & Fußball: Einführung in politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen.

Biografiearbeit: Arbeit mit Quellen, Fotos, Briefen, Presseartikeln, Interviews. Rekonstruktion der Lebenswege, Analyse der Verfolgungsmechanismen.

Kreative Verarbeitung: Mini-Ausstellungen, Storyboards, Plakate.

Gegenwartstransfer: Diskriminierung heute (Rassismus, Antisemitismus, Ausgrenzung). Handlungsoptionen im Alltag und im Schulalltag

Das Konzept wird aktuell vom Kompetenzpark (Mönchengladbach) und dem BildungsKick (Düsseldorf) entwickelt.

Es wird Workshops in folgenden Städten geben:

• Bremen

• Bielefeld

• Köln

• München

• Osnabrück

• Düsseldorf

• Münster

• Berlin (Hertha)

• Potsdam (Babelsberg)

• Gelsenkirchen

• Leipzig

• Mönchengladbach

• Frankfurt

• Lübeck

• Hamburg (HSV)

Partner & Akteure

Gefördert durch:
Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Pädagogische Konzeption:
Kompetenzpark (Mönchengladbach), BildungsKick (Düsseldorf)

Projektverantwortung:
Markus Zwecker (Lernort Stadion)

markus.zwecker@lernort-stadion.de

Tel +49 30 98607987

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