Am 12. Und 13. November fand bei Union Berlin im Rahmen des Sonderprojekts „Generationen im Stadiondialog“ ein Austausch zwischen Jugendlichen und Seniorinnen und Senioren statt. Im Vordergrund stand dabei, neben dem aktiven Austausch, der Neubau des Stadions an der Alten Försterei.
Der erste Workshoptag war ausschließlich den Jugendlichen vorbehalten. Unter der Leitung von Marius Künzel (Kompetenzpark Mönchengladbach) bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums, Partnerschule des 1. FC Union Berlin, auf den am nächsten Tag folgenden Austausch mit den Seniorinnen und Senioren vor.
Dafür befassten sie sich mit den Charakteristika von Fußballfans, ihren Wünschen, Werten und Bedürfnissen und erarbeiteten einen „Fan-Kodex“.
Am folgenden Tag trafen sie auf Seniorinnen und Senioren aus verschiedenen Union-Fanclubs. Nach einem gegenseitigen Kennenlernen tauschten sich die Teilnehmenden über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Fußball und insbesondere mit Union sowie dem Stadion an der Alten Försterei aus. In generationenübergreifenden Gruppen wurden anschließend Vorschläge für den Stadionneubau erarbeitet – das Besondere hierbei: die Gruppen sollten sich in die Rolle fiktiver Union-Fans hineinversetzen. So wurden in den Vorschlägen viele unterschiedliche Perspektiven und ihre jeweiligen Bedürfnisse mitgedacht: Familien, Kinder, Jugendliche, Ultras, Menschen mit körperlichen Behinderungen und viele weitere.
„Uns wurde heute gezeigt, dass wir für alle da sind und wir auch darauf achten müssen, dass Menschen, die im Rollstuhl sitzen oder schlecht zu Fuß sind einfach ins Stadion kommen. Und jeder sich wohlfühlt. Das finde ich wichtig.“ (Jan, 15)
Es wurde deutlich, dass die Vertreterinnen und Vertreter der unterschiedlichen Generationen jedoch nicht immer einer Meinung sind. So stieß etwa der Vorschlag eines „Jugendblocks“ sowohl auf Fans, als auch auf Skepsis. „Wir wollen heute viele Fragen und Ideen in Bezug auf den Bau des neuen Stadions reinbringen. Ich finde es gut, dass junge und alte Leute dafür zusammenkommen und zusammen diskutieren, das ist sehr interessant.“, freute sich Union-Fan Georg (72).
Eine gemeinsame öffentliche Abendveranstaltung im Stadion rundete den Workshop ab. Auf dem Podium vertreten waren dabei neben einem Jugendlichen sowie einer Seniorin auch ein Mitglied der aktiven Fanszene sowie ein Vertreter der vereinseigenen Stiftung „UNION VEREINT. Schulter an Schulter“, der selbst beim letzten Umbau als „Stadionbauer“ dabei war.
Im Anschluss an das Podiumsgespräch präsentierten die Teilnehmenden ihre Workshopergebnisse. Auch hier wurde weiterhin interessiert und angeregt debattiert.
In dem Sonderprojekt „Generationen im Stadiondialog“, das aus Mitteln des Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, wurden neben der Veranstaltung beim 1. FC Union Berlin auch Veranstaltungen in den Lernorten in Mönchengladbach, Augsburg und Bremen durchgeführt.



















