Lernort Stadion: Methodenwerkstatt in Bremen

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Vertreter aller zwölf Lernorte des Netzwerks Lernort Stadion haben sich in Bremen zusammen fortgebildet. Auf der fünften „Methodenwerkstatt“ beschäftigten sich die Teilnehmer mit den Themen Inklusion, Exklusion und Traumapädagogik und arbeiteten an Zukunftsstrategien für das Netzwerk. Sportlicher Höhepunkt der drei Tage: Eine Rollstuhl-Rugby-Einheit mit den Paderborner Ahorn-Panthern.

 

  Er lobte die Bildungsarbeit der Standorte, betonte die Bedeutung von Engagement im Profifußball und wünschte dem Netzwerk, bald noch weitere der 36 Bundesliga-Vereine an Bord zu haben. Ein Wunsch, der auf offene Ohren stößt: Bundesliga-Stiftung und Lernort Stadion e.V. arbeiten bereits gemeinsam am Ausbau des Projekts.

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Für den inhaltlichen Input kamen verschiedene Experten nach Bremen: Jan Steffens, Erziehungswissenschaftler der TU Dresden, referierte zum Thema „Ausschluss: Was ist das? Wie erkenne ich Isolation und was kann ich tun?“ Sabine Beinlich, Arbeit und Leben Bielefeld, machte die Teilnehmenden sensibel für Traumatisierung und entsprechenden Umgang damit. Tina Hölzel und David Jugel vom Zentrum für inklusive politische Bildung Dresden, die Lernort Stadion über zwei Jahre wissenschaftlich begleiten, brachten erste Erkenntnisse aus ihrer Begleitung mit. Sie ließen vor Ort best und bad practice sammeln, diskutieren und analysieren und nutzten dabei auch den großen Erfahrungsschatz der Gruppe, die sich immer wieder gegenseitig beraten konnte.

Ein Highlight für alle: Rollstuhl-Rugby zum Ausprobieren. Axel Rose und Thomas Stieb, selbst Rollstuhl-Rugby-Spieler, hatten Sportrollstühle im Gepäck, stellten ihre Sportart vor und ließen die Teilnehmer aktiv werden. Der praktische Perspektivwechsel macht Spaß und ist auch in der Arbeit mit den Jugendlichen an den Projektstandorten eine gute Möglichkeit, in das Thema Inklusion einzusteigen. Die Motivation, das im eigenen Projekt auszuprobieren, war nach der Erfahrung in Bremen riesig.

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Text: Bundesliga-Stiftung